Rezensionen

Rezension: Barrierefreiheit verstehen und umsetzen

Cover des Buches Barrierefreiheit verstehen und umsetzenSpricht man von Barrierefreiheit geht es immer um Richtlinien. Verbote und Gebote stehen im Vordergrund. Alles ist humor- und freudlos. Es geht nie um Spass oder um Experimente. Deshalb ist es niemals vergnügungssteuerpflichtig, sich mit Informationen über barrierefreie Webseiten auseinanderzusetzen. Auch das Buch von Jan Eric Hellbusch und Kerstin Probiesch, „Barrierefreiheit verstehen und umsetzen„, macht da keine Ausnahme. Es kann keine Ausnahme machen.
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Rezension: Smashing Book #2

Damals, in den wilden Jahren des Web, gab es wenige Seiten, die HTML (CSS war nicht interessant) vermittelten. Neben in SELFHTML gab es in Deutschland vor allem „Dr.Web„. Die Seite wurde vor Kurzem sang- und klanglos beerdigt. In seiner Hochzeit veröffentlichte Dr. Web eine Auswahl bekannter und einige neue Artikel auch als Buch. Ein paar dieser Bücher besaß auch ich. Mittlerweile gibt es aus dem gleichen Haus ein unvergleichlich erfolgreicheres Projekt, das allerdings komplett in Englisch publiziert wird: Smashing Magazine.

Auch das Smashing Magazine publiziert Bücher oder gibt seinen Namen für Verlage als Markenzeichen her. Vor kurzem erschien das zweite „Smashing Book„. Es macht einen ganz anderen Eindruck, als die früheren Dr. Web-Bücher und ist gefüllt mit umfangreichen, nur für dieses Buch produzierten Artikeln.
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Rezension: HTML5-Buch von Peter Kröner

Das offizielle HTML5-LogoHTML5 ist ein fast genauso beliebtes Buzzword wie „Web 2.0“. Es wird ebenso gerne unscharf benutzt. Letzter Protagonist in dieser Reihe ist das W3C selber. Es veröffentlichte nicht nur ein werbewirksames Logo für den zukünftigen Standard, sondern packt in seiner Promotion einfach CSS3 unter das Label HTML5.

Es ist deshalb durchaus interessant für uns Webentwickler, Einblick in die schöne neue Welt von HTML5 zu erhaschen. Es gibt zahlreiche Tutorials im Web dazu, viele Websites, die sich nur diesem einen Thema widmen. Es gibt massenweise Demos, die gerne auch mal nichts mit HTML5, dafür aber viel mit CSS3 oder jQuery zu tun haben. Kurz: wir befinden uns mitten in einem technischen Umbruch und es tummeln sich haufenweise Scharlatane neben den vernünftigen und wohlmeinenden Menschen.
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Rezension: jQuery kurz & gut

Die Bücher der O’Reilly-Reihe „kurz & gut“ finde ich praktisch. Sie sind handlich und so bei langweiligen ÖPNV-Fahrten oder im Zug ein treuer Begleiter. Sie sind weniger als Schreibtischreferenz zu gebrauchen, da ich an meinem Rechner einen schnellen Zugriff auf sinnvolle Webseiten habe.

Die Kurzreferenzen bieten zudem immer einen kompakten Einblick in die Materi. Das habe ich schon bei den Ausgaben zu CSS und PHP zu schätzen gewußt. Bei jQuery – kurz & gut
von Andreas Vdovkin ist auch wieder der Einstieg gut gelungen. Auf wenigen Seiten erklärt er ein paar Javascript-Grundlagen, wichtige Programmiertechnik-Aspekte von jQuery sowie das Konzept des unaufdringlichen Javascript.

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Rezension: Zeitmanagement für Webentwickler

Zeitmanagement für Webentwickler ist ein sehr praktisches und hilfreiches Buch. Der Autor macht den Versuch, die Ideen von „Getting things done“ (GTD) in die Praxis zu übersetzen. Er tut dies aus der Sicht eines Webentwicklers, was mir persönlich natürlich gefällt. So bekommen die Theorien ein mir bekanntes Gesicht.

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Rezension: Das WordPress -Buch

Frank Bültge ist einer der profiliertesten Köpfe zum Thema WordPress im deutschsprachigen Raum. Nach seinem ersten Buch über WordPress, das sich mehr an einfache Anwender richtete und mehr die Bedienung des Blogsystems in den Fokus richtete, legt er nun sein zweites Buch zu WordPress vor.

Zusammen mit Co-Autor Thomas Boley hat er wieder bei Open Source Press ein etwa 350 Seiten starkes Werk vorgelegt, das sich vor allem an fortgeschrittene Anwender richtet. Aber auch Profis können sicherlich die eine oder andere Anregung mitnehmen.
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Buchempfehlung: Der erfolgreiche Webdesigner

Seit ein paar Tagen ist das erste Buch von Nils Pooker auf dem Markt: „Der erfolgreiche Webdesigner: Kundenkommunikation, Projektmanagement, Web-Techniken, Marketing„.

Ich hatte die Freude, es als fachlicher Lektor betreuen zu dürfen. In der Vergangenheit habe ich mich immer mit Rezensionen der von mir betreuten Bücher zurückgehalten. Diese Regel werde ich auch jetzt nicht brechen. Nichtsdestotrotz kann ich sagen, daß ich stolz bin, an diesem Buch mitgewirkt zu haben und sicherlich einige Impulse habe geben können. Es ist thematisch ein Sonderfall. Und inhaltlich war es immer ein Vergnügen, dieses Buch zu lesen. Ich kann mich voll und ganz der Amazon-Rezension von Michael Jendryschik anschließen.

Anstelle einer Rezension gebe ich hier das Vorwort wieder, das ich schreiben durfte:

„Das Internet ist ein sehr neues Medium, das sich in seinen Anfangstagen rasend schnell entwickelt hat. Geburtshelfer dieses Mediums waren naturgemäß samt und sonders Quereinsteiger. Sie entwickelten in recht kurzer Zeit nicht nur ein Medium, sondern auch eine eigene Kultur, eine eigene Arbeitsweise. Währenddessen fehlte meist die Zeit zur ruhigen Selbstreflektion. Viele Webworker arbeiten nicht als Angestellte, sondern als Selbständige und haben deshalb ein sehr breites Betätigungsfeld. Aber auch diesen Menschen fehlt oft eine ebenso umfassende Ausbildung.

Umso besser ist es, wenn Webworker andere Kollegen an ihrem Erfahrungsschatz teilhaben lassen. Nicht nur die pure Wissensvermittlung über Webtechniken ist da gefragt. Projekte und Kunden wollen gemanagt werden, das geht nicht von selbst. Nils Pooker hat mit diesem Buch den Versuch gemacht, sein Wissen über Kundenbeziehung und Projektmanagement möglichst kompakt und verständlich weiterzugeben. Es ist ihm mit Bravour gelungen.

Niemals zuvor hatte ich so viel Spaß bei der Begutachtung eines Buchmanuskriptes. Nils versteht es meisterhaft, sein Wissen unterhaltsam und kompakt zusammenzufassen. Sie werden bei der Lektüre immer wieder über ironische, manchmal sarkastische Bemerkungen stolpern. Das ist ungewöhnlich für ein Computerbuch. Leider. Denn so macht es richtig Spaß, den manchmal trockenen Stoff zu lesen. Aber ich finde diese Schreibweise erfrischend. Und da wir es in unserem Beruf immer mit Menschen zu tun haben, ist es klar, wir wir auch mit ihren Fehlern und Macken konfrontiert werden. Eine Prise Humor hilft dabei, die schlimmsten Projektphasen zu überstehen.“

Empfehlenswerte Bücher zu Weihnachten – Teil 2

In meiner ersten Empfehlungsliste war mein Fokus eindeutig auf CSS gerichtet. Das ändert sich in meiner zweiten Empfehlungsliste, die komplett Bücher enthält, die ich noch nicht rezensiert habe. Aber ich habe sie gelesen.

Beginning JavaScript with Dom Scripting and Ajax

Chris Heilmann hat mit „Beginning JavaScript with Dom Scripting and Ajax“ ein tolles Buch vorgelegt, das in modernes Javascript einführt. Es beschreibt nicht einfach nur die Sprache, sondern setzt sich auch mit deren sinnvoller Verwendung auseinander, mit Codingstil. Man lernt unaufdringliches Javascript und viele Aspekte des DOM-Scripting. Ich kenne kein Buch, das besser in Javascript einführt und den Pfad zu moderner Webentwicklung legt. Es ist traurig, daß es dieses Buch nicht auf deutsch gibt. Unter den deutschsprachigen Büchern gibt es zuviele, die schon in der x-ten Auflage existieren und deren Ansatz sich seit Netscape 4 nicht grundlegend verändert hat. Nicht so bei Christian Heilmann. In diesem Buch lernt man Javascript wie es sein sollte, nicht wie es der Autor vor 10 Jahren gelernt hat.

Das Buch führt in die wichtigen Bestandteile der Sprache ein, erklärt das DOM und warum wir uns vom alten DHTML wegbewegt haben. Navigationen und Formulare werden genauso erklärt, wie Datenvalidierung und dier Erstellung einer Galerie. Abgeschlossen wird das Buch mit einem Exkurs in ins Debugging. Die Kurzeinführungen in jQuery und die YUI hingegen sind zu vernachlässigen. Erstens sind sie zu kurz und zweitens mittlerweile veraltet.

Auf der Begleitseite zum Buch ist ein Beispielkapitel verlinkt. Schaut mal in das Buch rein. Ich kann es jedem an Javascript Interessierten nur wärmstens ans Herz legen.

Dom Scripting

Jeremy Keith führt in „DOM Scripting“ weniger in Javascript generell, als in den Umgang mit dem DOM mittels Javascript ein. Er tut dies didaktisch sehr behutsam und holt seine Leser fast bei Null ab. Auch hier bekommt man einen Crashkurs in die Sprache Javascript. Jeremy taucht dann aber sofort in die Praxis ein. Auch er entwickelt eine Bildergalerie, die er später dann überarbeitet. Das ist ein interessanter Vorgang. Zeigt er doch, daß es mehrere Wege zum Ziel gibt und wie man Optimierungsmöglichkeiten findet.

Auch Jeremy Keith zeigt uns Best Practices und guten Code. Dieses Buch ist nicht so umfassend, wie das eben vorgestellte von Chris Heilmann. Aber auch „DOM Scripting“ führt prima in modernes Javascript ein und bereitet den Weg zu besseren Webseiten.

Bücher über jQuery

Wenn man dann genügend über DOM Scripting und modernes Javascript gelernt hat, stellt man fest, daß Javscript mindestens genauso mies in Browsern implementiert ist, wie CSS. Nicht nur bei AJAX-Calls muss man mehrere Wege gehen. Ich finde es deshalb sehr hilfreich, daß es mittlerweile einige Javascript-Bibliotheken gibt, die die Unterschiede zwischen den Browsern einebnen. Mein persönlicher Favorit ist jQuery. Hierzu gibt es derzeit drei Bücher, von denen eines eine gedruckte Referenz ist, die mittlerweile als veraltet gelten muss.

Insbesondere für Einsteiger in die Materie, aber auch für schon Fortgeschrittene, empfehle ich „Learning jQuery„. „jQuery in Action“ hingegen hat den Vorteil, daß darin schon die aktuelle 1.2er Version besprochen wird. Ich finde aber, daß es sich erstens nicht so gut liest und zweitens auch mehr für Fortgeschrittene geschrieben wurde.

Beide Bücher führen in alle Aspekte der Entwicklung mit jQuery ein, erklären die grundlegende Syntax. Es geht um Eventhandling, Effekte und AJAX genauso, wie um Formularvalidierung oder dei Entwicklung von Plugins. Es gibt in beiden Büchern massenhaft Beispiel, die auch immer heruntergeladen werden können. Gerade die Beispiele sind aber auch der Schwachpunkt beider Bücher. Denn was nützt mir die Erklärung von AJAX, wenn sie nie praxisnah mit einem Datenbankzugriff via PHP von statten geht? Trotzdem finde ich beide Bücher sehr informativ. Sollte ich mich zwischen beiden entscheiden, würde ich „Learning jQuery“ vorziehen. Es deckt in meinen Augen den breitesten Bereich ab. Ich möchte beide Bücher nicht missen.

Leider gibt es derzeit kein jQuery-Buch auf Deutsch. Es wird auch sicherlich noch dauern, bis eines erscheint. Ich bin gespannt, ob es dann eine ähnliche Qualität aufweist, wie die beiden oben vorgestellten.

Modernes Webdesign

Manuela Hoffmann hat mit ihrem zweiten Buch einen inhaltlichen Volltreffer gelandet. Ich habe es bislang nie rezensiert, weil ich der betreuende Fachlektor war und ich mich in solche Fällen immer als Partei sehe. (Ich sollte diese Einstellung überdenken.) Manuela hat nichts weniger vor, als interessierten Grafikern die Grundlagen der Webentwicklung zu vermitteln. Sie tut dies auch mit einem Einblick in die Umsetzung eines Layouts.

Auf über 350 wunderschön layouteten Seiten werden die Grundlagen der Gestaltung besprochen, über Typographie und Farbe genauso nachgedacht, wie über einen optimalen Workflow und die Nutzung von Tools. Am Ende wird ein Beispiellayout erstellt und in Form eines WordPress-Blogs umgesetzt. In meinen Augen ist dieses Buch eine echte Empfehlung für alle Grafiker.

Rezension: Fortgeschrittene CSS-Techniken

Die Zahl der CSS-Bücher wird immer größer. insbesondere der Galileo-Verlag ist hierbei fleissig. Und glücklicherweise gibt es immer mehr Bücher, die für Fortgeschrittene und sogar Profis geeignet sind. Seit kurzem gibt es bei Galileo ein Buch, das ich ohne Übertreibung als „Pflichtlektüre für Profis“ bezeichnen möchte: „Fortgeschrittene CSS-Techniken
“ von Ingo Chao und Corina Rudel.

Die beiden Autoren steigen in ihrem Buch sehr viel tiefer in die Funktionsweise von CSS ein, als jedes andere Buch, das ich kenne. Hier wird nicht nur erklärt, wie man Floatet. Es wird auch der Eigenart der Floats und deren Interpretation in den Browsern auf den Grund gegangen. Alle möglichen und unmöglichen Aspekte werden beleuchtet.

Das Buch gliedert sich in drei Abschnitte: Erst werden grundlegende CSS-Prinzipien erläutert. Dann geht es über „Inkonsistenzen in Browsern und die Grundlagen des Debuggings“. Abgeschlossen wird das Buch mit einer beispielhaften Umsetzung eines komplexen Layouts.

Das Buch ist anspruchsvoll geschrieben. Das Inhaltsverzeichnis kann den Eindruck erwecken, es ginge um einen Haufen einfacher, banaler Dinge. Die Autoren blicken aber hinter die Fassade und versuchen den Dingen auf den Grund zu gehen. Das macht das Buch für Profis so wertvoll. Man beginnt zu begreifen, warum manche Dinge so funktionieren, wie sie es tun.

Das Buch eignet sich zum Nachschlagen, sehr viel mehr aber für die ruhige Lektüre über Probleme, die man schon immer mal durchdrungen haben wollte. Hierbei sollte man auch jegliche auf der Seite angebotene Information aufnehmen. Galileo liebt es, mit der Marginalspalte zu arbeiten. Das hat dann zum Ergebnis, daß viele wichtige Infos in eben dieser Spalte landen. Wahrscheinlich, weil es das Layout erfordert (kenne ich das nicht irgendwoher?).

Es gibt wenige Bücher, deren Inhalte man nicht relativ problemlos auch im Netz recherchieren kann. Dies ist ein solches Buch. Ich empfehle es jedem Profi und ambitionierten Fortgeschrittenen dringend.

Rezension: High Performance Websites

Im O’Reilly-Buch „High Performance Websites“ faßt Steve Souders 14 Regeln zusammen, die eine Webseite performanter werden lassen. Souders formulierte diese Regeln als Ergebnis seiner Arbeit bei Yahoo. Ein weiteres Ergebnis dieser Arbeit ist die bekannte Firebug-Erweiterung „YSlow„.
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