30. November 2009

Rückblick auf das Barcamp Mainz

Am Wochenende war ich auf dem Barcamp Mainz, zusammen mit etwa 250 anderen „Internetspezialisten“. Wenn ich richtig gezählt habe, war es mein neuntes Barcamp. Jedes hatte seinen eigenen Charakter, aber dieses Barcamp hatte eigene Akzente, die mir erst mit ein wenig Abstand klargeworden sind und die mir Hoffnung auf eine spannende Zukunft machen.

Das Barcamp war super organisiert, es gab keine größeren Pannen, die Helfer und Organisatoren waren nicht nur zahlreich, sondern auch immer sehr freundlich, schnell und hilfsbereit. Schon in Stuttgart merkte man die ordnende Hand der Organisatoren, in Mainz war sie phasenweise sehr stark zu spüren. Das irritierte einige Teilnehmer, vor allem alte Barcamp Hasen und -Häsinnen. So wurden die Sessions zwar einzeln vorgestellt, die Terminierung übernahm allerdings der „Session-Master“. Er sorgte so dafür, daß eine inhaltliche Überlappung bestmöglich vermieden wurde.
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Nichts verstanden

Der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) betreibt einen Online-Shop, in dem man sich „Leitfäden“ kaufen kann. Diese handeln von bspw. von Werbemöglichkeiten innerhalb von oder mit Spielen oder von Markting auf mobilen Endgeräten. Der Verband bietet einige Broschüren an, die man meist als PDF nach dem Kauf herunterladen kann. Vollkommen unpassend ist hingegen der Hinweis am Ende der Produktbeschreibung:

Bitte beachten Sie:
Den Download-Link zum PDF erhalten Sie per Rechnung, die Ihnen auf dem Postweg zugestellt wird. Dieser Vorgang dauert in der Regel 3 bis 4 Werktage.

Jetzt gibt es nicht nur Internetausdrucker, sondern auch noch Link-per-Brief-Zuschicker. Wie soll ich denn einen solchen Verband ernstnehmen? Wie soll ich ihn als meinen Interessenvertreter akzeptieren? Es fällt mir sehr schwer.

Betrachtet man sich die Sache genauer, wird es noch ein wenig wirrer. Die PDFs stehen meist kostenlos zur Verfügung, kosten „ab 0,00 Euro“. Ich muss sie trotzdem in einen Warenkorb platzieren und bekomme meinen Download-Link zugeschickt. Was soll das? Diese seltsame Vorgehensweise muss man in Zusammenhang mit dem Claim „Wir sind das Netz“ setzen und das Magengrummeln findet kein Ende. Von so jemanden fühle ich mich nicht vertreten.