1. Juni 2007

Eric Meyer auf Deutsch

CSS-Guru Eric Meyer hat vor kurzem in seinem Blog das alte Thema Basis-Stylesheet aufgewärmt. Kurz gesagt geht es darum, alle browsereigenen Styles ausser Kraft zu setzen, damit man eine einheitliche Basis hat, von der aus man gestalten kann. Ich habe das Basis-Stylesheet schon mehrfach thematisiert (Adventskalender 2004 und 2005). Obwohl ich es anfangs anders machte, nehme ich mittlerweile nur noch den Sternselektor anstatt einzelner Elemente und weise so global margin und padding zu.

Eric schlug in seinem Artikel einen wesentlich komplexeren Weg vor. In einem zweiten Artikel begründete er sein Vorgehen. Er konzentriert sich dabei nur auf die Formularelemente. Und ich muss sagen, ich habe mal wieder was gelernt. Ich finde diesen Artikel sehr lesenswert und seine Inhalte durchaus (be-)merkenswert. Deshalb bin ich froh, daß Eric Eggert eine Übersetzung angefertigt und bei den Webkrauts veröffentlicht hat. Erics „Verrückte Formulare“ zeigt mal wieder überdeutlich, wie unvollkommen die Standards selber sind und wie unvollkommen deshalb auch die Browser sind.

Ein neues Editor-Plugin für CMSe

Georg Leciejewski (a.k.a. Porno Schorsch) berichtet von einem neuen Editorplugin für CMSe. Alternativ zu den altbekannten HTMLarea, FCKeditor und TinyMCE gibt es nun auch WYMEdit. Dieser hat nun als Javascript-Kern jQuery, was ich eine sehr weise Entscheidung finde. Der Editor ist eindeutig einen Blick wert. Er verspricht zumindest validen Quellcode der strikten Geschmacksrichtung.

Ich finde es übrigens sehr lobenswert, daß auf der Seite nicht von WYSIWYG-Editor gesprochen wird, sondern von einem WYSIWYM-Editor, also „What you see is what you mean“. Noch besser finde ich da die Formulierung von Chris Heilmann, der in seinem sehr empfehlenswerten Vortrag „Plan your web site like you plan your parties“ von „WYSIWYCIICCANSGYAYPFBYCSOMAA“ spricht. In lang heißt das „What You See Is What Your Computer In Its Current Configuration And Network State Gives You And You Perceive Filtered By Your Current State Of Mind And Ability“ und beschreibt die Tatsachen ganz gut.

Spamschutz überflüssig?

Wolfgang Wiese stellt beredt dar, warum er den Ansatz, durch das Verstecken von E-Mailadressen Spams zu verhindern, für überflüssig und falsch hält. Ich kann seine Argumente sehr gut nachvollziehen. Meine Frau beispielsweise bekommt Spam, obwohl sie in keiner Newsgroup, Liste oder sonstwo öffentlich in Erscheinung tritt.

Spams sind ein Sargnagel für die wirklich sinnvolle Nutzung von E-Mails. Es ist klasse, daß in den USA jetzt ein großer Spammer verhaftet wurde. Hoffentlich wird er richtig lange verknackt und bekommt lebenslanges Computerverbot. Und hoffentlich folgen bald weitere.
Klar ist aber auch, daß sich immer windige Typen finden werden, die skrupellos die Schwächen von Menschen und Technik ausnutzen werden. Der Mensch ist einfach nicht per se gut. Wer keine Spam haben möchte, sollte keine E-Mailadresse haben. Wer seine Bilder im Internet nicht kopiert sehen möchte, sollte sie nicht ins Internet stellen. Das ist leider so. Und wer nicht mit der Frage „Haben Sie eine Payback-Karte“ genervt werden will, der sollte halt nicht im real und anderen Läden einkaufen. Das ist fast unmöglich, genau wie der Verzicht auf E-Mails. Also: lieber eine Portion Gelassenheit an den Tag legen und diese nervigen Details einfach mal ignorieren.