Webkrauts

Mal wieder in der Technikwürze

Am letzten Wochenende habe ich nach längerer Zeit mal wieder eine Technikwürze mit David aufgenommen. Es hat Spaß gemacht und meines Erachtens ist eine recht kurzweilige Aufnahme dabei herausgekommen. Wir haben uns über ein paar Links unterhalten, die mir in den letzten Wochen über den virtuellen Weg gelaufen sind. Außerdem habe ich von ein paar immer wieder auftauchenden Erlebnissen mit Layouts gesprochen. Hört mal rein und schaut Euch die Notizen zur Sendung an.

Webkrauts-Adventskalender 2010

Auch dieses Jahr wird es wieder einen Adventskalender bei den Webkrauts geben. Dieses Jahr haben wir uns ein Oberthema gegeben, um das die meisten Artikel kreisen werden: „Kunden“. Mal was anderes, als das immer wieder in Bloghausen thematisierte HTML5 und CSS3. Ich bin gespannt, wie Euch der Adventskalender gefallen wird. Er ist wie immer vom 1. bis 24. Dezember geöffnet.

Die Praxis zu Besuch beim W3C

Am 15. September war ich auf dem W3C-Tag in Berlin zu Gast. Es war ein sehr interessantes Treffen, das mir Einblick in mir bislang sehr unbekannte Techniken gab. Denn mit der Verarbeitung richtig großer Daten- und Informationsmengen – bspw. für Bibliotheken – war ich noch nie konfrontiert. Ergo kannte ich viele Techniken, Probleme und Gedanken rund um das Semantic Web nicht. Es ist interessant, wie man durch den direkten Austausch mit Experten auf einmal einen anderen Blick auf zuvor unbekannte und unverständliche Dinge bekommt.
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Die Pest – Webdesign mal anders betrachtet

Am 2. Juni durfte ich auf der diesjährigen Webinale einen Vortrag halten. Unter dem Titel „Die Pest – philosophische Betrachtungen zur Webentwicklung“ widmete ich mich dem Thema „progressive enhancement„.

Es war klar, daß so ziemlich jeder unter „die Pest“ den IE verstehen würde. Der war durchaus mit gemeint. Hauptsächlich spielte ich allerdings auf das Buch „Die Pest“ von Albert Camus an. Seine Philosophie spielte auch mit der Sage von Sisyphos, das war mein Ansatzpunkt. Doch ich denke, die Folien sprechen im wesentlichen für sich selbst.

Am Ende ist doch alles HTML

Unter dem Titel „Am Ende ist doch alles HTML“ habe ich am gestrigen Mittwoch auf der Java-Konferenz „Jax 2010“ Einblicke in die Arbeits-und Denkweise eines Frontendentwicklers gegeben. Ich habe mich dabei auf die Punkte konzentriert, die in meinen Augen die zentralen Ankerpunkte einer Arbeit für das Frontend sind. Die Präsentation ist wie immer auf Slideshare auch zum Download erhältlich.
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Mein Vortrag an der Uni Mainz

Im Rahmen einer kleinen Vortragsreihe von Internet-Praktikern habe ich gestern einen Vortrag am Institut für Informatik der Uni Mainz über „Aspekte der Frontendentwicklung“ gehalten. Unter dem Titel „Am Ende ist doch alles HTML“ ging ich darauf ein, wie man richtig für Frontendentwicklung denken sollte. Am Ende zeigte ich ein paar Stolperfallen auf.
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Adventskalender laden zum Schmökern ein

Auch dieses Jahr gibt es wieder ein paar Webseiten, die sich mit täglichen Artikeln vor der Weihnachtszeit hervortun. Adventskalender sind glücklicherweise sehr in Mode gekommen.

Die Webkrauts veröffentlichen auch dieses Jahr wieder einen Adventskalender, der sich thematisch „Tipps & Tricks“ annimmt. Das erste Türchen erklärt ein „Faltblatt für Internet-Ausdrucker„.

Die Kollegen von 24ways starten mit einem Artikel über RGBa von Drew McLellan. Neu sind hingegen die beiden WordPress-zentrierten Adventskalender von Frank Bültge und WPEngineer. Ich bin gespannt, welche Tips ich von diesen Kalendern bekommen werde. Kennen meine Leser noch weitere empfehlenswerte Kalender?

Adventskalender der Webkrauts

Auch in diesem Jahr wird es wieder einen Adventskalender der Webkrauts geben. Vom 1. bis 24. Dezember kann man jeden Tag einen neuen Artikel auf Webkrauts.de lesen. Dieses Jahr nehmen wir uns unter dem Motto „Tipps & Tricks“ in möglichst kurzen Artikeln Erwähnenswertes vor. Jede Menge Webkrauts füllen den Kalender mit Themen über Barrierefreiheit, Print-CSS, Bildbearbeitung oder Projektmanagement. Außerdem stellen wir einige kleinere Tools vor.

Adventskalender 2009 der Webkrauts

Webseiten sind keine Gemälde – Vortrag vor Studenten

Am 6. November durfte ich am Frankfurter SAE-Institut den Studenten etwas über die Praxis der Webentwicklung erzählen. Ich habe einen großen Bogen gespannt, von der grundsätzlichen Natur des Internet über Detailprobleme bis zur Barrierefreiheit. Der Vortrag dauerte dreieinhalb Stunden.

Zwischendrin entspannen sich immer wieder interessante Dialoge. Studenten wie diese sind meine Hoffnung für ein besseres Web in den nächsten Jahren. Denn sie lernen alle Aspekte der Webentwicklung kennen: programmieren im Backend, schreiben Frontend-Code und designen selber. Sie erkennen nicht nur dadurch ihre eigenen Stärken und Schwächen, sondern lernen auch die Sichtweise der anderen „Gewerke“ kennen. Sie bekommen einen Einblick, der den meisten meiner bisherigen Kollegen leider fehlte.

Ich würde mich freuen, an gleicher oder ähnlicher Stelle einen ähnlichen Vortrag halten zu können. Noch mehr würden mich praktische Übungen freuen, in denen ich den Studenten meine Sicht der Dinge praktisch erklären könnte.

Barrierefreiheit muss sexy sein

Im Nachgang zum A-Tag 2009 entzündete sich ein Streit innerhalb der Barrierefreiheits-Community über Chris Heilmanns Vortrag. Grob gesprochen kämpften Etatisten gegen Individualisten. Die Etatisten setzen auf gesetzlichen Druck zur Durchsetzung von barrierefreien Seiten. Die Indviualisten wollen die Ersteller von Webseiten ermutigen, in die richtige Richtung zu denken und zu handeln.

Ich stehe klar auf Chris‘ Seite. Die jahrelange Geltung einer mittlerweile inhaltlich extrem veralteten BITV hat uns nicht sehr weit gebracht. Viele Webseiten, die barrierefrei sein müßten, sind es noch immer nicht. Und die, die es sind, regen oft nicht zur Nachahmung an. Gerade durch das einzige Mittel Zwang schießt sich die Barrierefreiheits-Community selber ins Knie. Ich finde es ja toll, daß die BARMER-Webseite barrierefrei ist und unter den Top-Seite bei BIK rangiert. Doch leider ist die Abwesenheit eines attraktiven Designs für mich persönlich eine Barriere. Ich möchte diese Seite nicht nutzen müssen.

Warum sehen denn so viele barrierefreie Seiten so uninspiriert und oft auch häßlich aus? Ich nehme an, daß richtig talentierte Designer um dieses Thema meist einen Bogen machen. Viele Seiten sehen so aus, als wären sie vom Entwickler selber entworfen worden. Das muss doch nicht sein! Anstatt sich in Richtliniendetails zu vergraben sollte die Barrierefreiheits-Community mehr Energie darauf verwenden, das Thema zu normalisieren. Eine barrierefreie Seite sollte Selbstverständlich sein, kein Gnadendienst an „den paar Blinden unter unseren Besuchern“. Denn, und das ist auch ein großer Fehler in der öffentlichen Diskussion, meist wird leider in der Diskussion mit Kunden Barrierefreiheit auf Blinde fokussiert.

Ich wünsche mir, daß es sich talentierte Entwickler und Designer zur Aufgabe machen, Barrieren so gut wie möglich aus ihren Entwürfen und Umsetzungen zu verbannen. Sie sollten mit einer spielerischen Einstellung an die Sache herangehen und optimale Ergebnisse anstreben. Dazu benötigen sie Vorbilder wie Chris. Vorbilder, die zeigen, daß selber denken und probieren klug macht.

Es ist deshalb vielleicht keine schlechte Idee von Chris, deutsche Barrierefreiheitskonferenzen in der Zukunft zu meiden. Wenn die Nabelschau der Teilnehmer eine neue Sichtweise nicht zuläßt, dann soll es so sein. Ich glaube allerdings nicht, daß die Realität so schlimm ist. Viel wichtiger sind Typen wie Chris sowieso nicht beim A-Tag und ähnlichen Veranstaltungen. Sie sind viel wichtiger bei Konferenzen, auf denen Barrierefreiheit ein Randthema oder gar kein Thema ist, wie bei der Webinale oder bei der demnächst in Karslruhe stattfindenden WebTech. Dort findet er das Publikum, das für die Idee qualitativ hochwertiger Webseiten begeistert werden muss.

Deshalb hoffe ich, daß Chris und viele andere Barrierefreiheits-Profis nicht müde werden, den Massen an Entwicklern und Designern dort draussen vor Augen zu führen, welche tollen und spannenden Welten es noch zu entdecken gibt. Barrierefreiheit ist eine Herausforderung. Als Zwang funktioniert sie nicht.