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Internetfeindlichkeit

Deutschland ist in Sachen Internet ein Entwicklungsland. Das liegt u.a. an unseren technikfeindlichen Eliten. Thomas Knüwer gibt viele Linktips, die das Grauen identifizieren helfen. Ich habe wenig Hoffnung, dass sich daran etwas in naher Zukunft ändern wird. Zu sehr schielen die meisten Innenpolitiker auf die Möglichkeiten der EDV, mehr über die Bürger zu erfahren. Und zu wenig Einfluss haben die Netzpolitiker der Parteien.

Dazu wird womöglich in Zukunft ein unsicherer E-Mail-Transportweg benutzt. Dabei ist es nicht so wichtig, dass wir Bürger die unsägliche DE-Mail nutzen. Es reicht, dass Behörden dies untereinander tun und somit ihre Übertragungen unsicher machen. Und um allem die Krone aufzusetzen wird jetzt einfach auf dem Verwaltungswege die Unsicherheit zur Sicherheit erklärt und rein formal ist alles okay.

Bei der medialen Vermittlung des Themas Internet konzentriert sich unsere Presse im Wesentlichen auf Risikoaspekte. So wird sich die ARD kommenden Mittwoch dem Identitätsdiebstahl widmen, die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung widmete gestern zwei Seiten sexueller Belästigung von Kindern in Chats.

Ich warte noch auf ähnliche gross aufgemachte Berichte über die weitaus häufiger anzutreffenden positiven Aspekte digitalen Fortschritts. Wie wäre es mit neuen Arbeitsweisen, schnellere Kommunikation, einfacher Zugriff auf Informationen, örtliche Unabhängigkeit der Kommunikation u.v.m.. Aber da werde ich wohl noch länger warten dürfen. Skandalisierung war schon immer verkaufsfördernder, als richtige Information.

Es ist so traurig.

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