Rezension: jQuery kurz & gut

Die Bücher der O’Reilly-Reihe „kurz & gut“ finde ich praktisch. Sie sind handlich und so bei langweiligen ÖPNV-Fahrten oder im Zug ein treuer Begleiter. Sie sind weniger als Schreibtischreferenz zu gebrauchen, da ich an meinem Rechner einen schnellen Zugriff auf sinnvolle Webseiten habe.

Die Kurzreferenzen bieten zudem immer einen kompakten Einblick in die Materi. Das habe ich schon bei den Ausgaben zu CSS und PHP zu schätzen gewußt. Bei jQuery – kurz & gut
von Andreas Vdovkin ist auch wieder der Einstieg gut gelungen. Auf wenigen Seiten erklärt er ein paar Javascript-Grundlagen, wichtige Programmiertechnik-Aspekte von jQuery sowie das Konzept des unaufdringlichen Javascript.

Das sind in ihrer inhaltlichen Tiefe und Ausdehnung nur Vorgeplänkel, aber durchaus wichtige Zusatzinformationen, um jQuery als solches besser verstehen und einordnen zu können. Den weitaus größten Teil der knapp 160 Seiten nimmt eine Referenz ein. Im ersten Kapitel geht der Autor von der Frage, wie man jQuery einbindet über das Chaining zu Queues und Speicherfunktionen. Die eigentlichen Bestandteile des Frameworks werden in Kapiteln abgehandelt, deren Überschriften sich mir nicht immer intuitiv erschlossen. Die Selektoren, die große Stärke von jQuery, werden verwirrenderweise unter „Suchen“ subsummiert.

In den Kapiteln werden die einzelnen Methoden von jQuery kurz und verständlich mit jeweils einem kleinen Beispiel erklärt. Man muss allerdings wissen oder erahnen, in welchem Kapitel man Hilfe bekommt. Es fehlt eine Übersicht, welche Methoden sich in welchem Kapitel befinden und umgekehrt, welches Kapitel welche Methoden beinhaltet. Das Register ist leider wenig hilfreich.

Für die tägliche Arbeit am Rechner ist dieses Buch sicherlich unpraktisch, obwohl es sich besser lesen lässt, als die offizielle API. Ich finde es sehr hilfreich, um sich abseits des Rechners mit jQuery zu beschäftigen. Zudem kann man beim Lesen des Buches immer wieder auf Ideen kommen. Der einzige richtige Haken des Buches ist, daß es auf der Version 1.3.2 des beliebten Frameworks beruht. Ich hoffe, daß Autor und Verlag noch dieses Jahr mit einer zweiten Auflage auf den Markt kommen, in der die Neuerungen der Version 1.4 ihren Niederschlag finden. jQuery ist in ständiger Weiterentwicklung, das ist gut für uns Entwickler und schwierig für Buchautoren. Das Büchlein finde ich als Ergänzung zu einem richtigen jQuery-Buch oder als nette Offline-Variante der API sehr empfehelenswert.

One Response to “Rezension: jQuery kurz & gut”

  1. Thomas Weise sagt:

    Ich teile deine Meinung, es ist eine schnelle kleine Übersicht (und ich schlage sogar auch am Arbeitsplatz immer mal nach, vielleicht schon aus Gewohnheit).

    Zwei Nachteile trotzdem:
    1. kein (brauchbares) Inhaltsverzeichnis vorhanden
    2. die „Bauart“ der O’Reilly kurz&gut-Bücher im Allgemeinen, bei öfterer Benutzung lösen diese sich nach und nach in ihre Bestandteile auf, die Seiten fallen regelrecht heraus

    Aber ansonsten hab ich diese kleinen übersichtlichen Büchlein ganz gern mit dabei.