28. Februar 2009

Die leidige Sache mit der Schriftskalierung

Am Beginn eines jeden Projektes muss ich mich entscheiden, wie ich Schriftgrößen und auch Containerbreiten auszeichnen will. Ich bin diesbezüglich nicht fetgelegt und habe schon diverse Ansätze ausprobiert. Meist habe ich allerdings in der Vergangenheit den Ansatz verfolgt, die Basisschriftgröße auf 62.5% zu setzen. In der Annahme, daß jeder Browser eine Standardschriftgröße von 16 Pixeln eingestellt hat, kann man fortan mit em wie mit um eine Kommastelle versetzte Pixel arbeiten. Mir war bewußt, daß das immer nur eine Annahme war. Genau betrachtet können wir im Internet immer nur mit Annahmen arbeiten und für eine müssen wir uns entscheiden.

Thomas Scholz nennt ausführliche Argumente, warum die Idee mit den 62,5% keine gute Idee ist. Ich bin nicht ganz mit seiner Argumentation einverstanden, finde aber, man sollte sie in die eigenen Überlegungen mit einfliessen lassen. Wenn es doch nur einfacher und klarer wär. So langsam denke ich, ein erster Beitrag, den IE 6 gedanklich sterben zu lassen, ist die Umarmung von Pixeln als Einheit für die Auszeichnung von Schriften. Alle modernen Browser skalieren auch solche Seiten, denn sie haben automatischen Seitenzoom.

Und wie ich schon vor ein paar Tagen schrieb: wenn wir uns nicht in einem auf Jahre hinaus an den Dino IE 6 ketten wollen, dann ist es gut, sich so langam zu emanzipieren. Dazu gehört auch die Auszeichnung con Schriften in Pixeln. Und bevor jetzt jemand mit der Barrierefreiheitskeule kommt: Pixel ist ein relatives Mass, meint auch das W3C. Und laut BITV soll man relative Masseinheiten für Schriften nutzen.