Datenschutz beim großen magentafarbenen Bruder

Die Telekom hat in der jüngeren Vergangenheit ja ein paar Datenschutzskandale geliefert. aufgeklärt sind sie alle noch nicht. Ich erinnere mich auch noch daran, daß heise vor Jahren davon berichtete, daß T-Online-Email-Postfächer nicht sicher waren. Die Telekom kannte und ignorierte die Scheunentor große Sicherheitslücke. Jetzt also kommt raus, daß vor zwei Jahren 17 Millionen Kundendaten von T-Mobile geklaut worden waren. Nach zwei Jahren wissen weder die Staatsanwaltschaft noch die Telekom, wie das passierte und wo die Daten sind. Oder wissen sie es doch? Die taz hat einen Unternehmer interviewt, der von sich behauptet, die Daten angeboten bekommen zu haben und zu besitzen. Das Interview liest sich so irre, daß ich nur hoffen kann, die taz ist einem Schwindel augesessen. Denn wenn dem nicht so ist, dann steht es ganz schlecht um Sicherheit und Intelligenz bei der telekom und der Polizei.

5 Kommentare zu “Datenschutz beim großen magentafarbenen Bruder”

  1. Das hat nichts mit Intelligenz zu tun, sondern wahrscheinlich eher mit Desinteresse. Ich kann mir das sehr gut vorstellen, was der Typ erzählt – und ehrlich: es überrascht mich nicht einmal.

    Arno    |   7.Oktober 2008
  2. Ich glaube dem das schon, auch wenn er einen gewissen Ruf hat. Hab mir gedacht: Huch, liegen die Daten doch tatsächlich in Mainz ;O)

    Matthias    |   7.Oktober 2008
  3. Inzwischen hat die Telekom die Story sogar bestätigt:
    http://www.taz.de/1/politik/schwerpunkt-ueberwachung/artikel/1/kein-anschluss-zum-erotikunternehmer/

    Es ist doch immer wieder interessant zu sehen, wie die Telekomiker auf der nach unten offenen Dilletantismusskala neue Bereiche erschließen.

    Aranxo    |   8.Oktober 2008
  4. Das ganze ist schon unglaublich…

    Wie “Bild” kürzlich berichtet, soll auch Minister Schäuble bereits seit Frühjahr unterrichtet gewesen sein. Dies habe dieser auch bestätigt.

    Damit hat dann aber nicht nur Telekom und Polizei seitdem schlichtweg geschlafen, sondern wohl auch das Innenministerium. Erst durch die diversen Interviews und durch Druck durch die Medien wurde der Fall nun wieder aufgerollt.

    Andernfalls wäre vermutlich auch im nächsten Jahr in dieser Sache nichs weiter passiert…

    Peter    |   10.Oktober 2008
  5. Vermutlich wollte man die Sache unter den Tisch fallen lassen. Sind die Daten erstmal im Umlauf, so ist wohl alles zu spät. So konnten sich die verantwortlichen schonmal 2 Jahre lang nach einer neuen Stelle umsehen ;)

    Heidi    |   20.Oktober 2008