Roger platzt der Kragen

Roger Johansson platzt der Kragen: er schreibt eine verbale Attacke gegen Webentwickler, die zu faul sind, sich fortzubilden und lieber monströsen Qualcode schreiben, sowie andere unprofessionelle Professionelle. Ich kann seine Frustration sehr gut nachvollziehen. Mir geht es ähnlich, wie man an den Sitekritiken der letzten Zeit unschwer erkennen kann. Seine Kernaussage finde ich: „Why are you working in the Web business if you’re not interested in it? Go flip burgers instead.“

Wenn keine Zeit für Fortbildung und kein Interesse für die Materie herrscht, sollte man sich nach einem anderen Beruf umschauen. Es gibt so viele schöne andere Berufe, warum müssen so viele Unmotivierte das Web mit grausamen Seiten vollmüllen? Ich spreche hierbei nicht von Hobby- und Privatseiten.

4 Responses to “Roger platzt der Kragen”

  1. Basti sagt:

    Na ja, das Web „Business“ besteht ja nicht darin immer den aktuellsten Standards hinterher zu sein. Gibt doch genug gute Seiten, die investieren halt mehr Zeit in gute Inhalte. Ist doch auch gut, oder?

  2. Ich lasse mir das gerne auf der Zunge zergehen:

    „If your design – or you as a designer – cannot handle the fact that the Web is the Web, please do everybody a favour and stick to the safety of your printed brochures.“
    Das kann ich nur unterschreiben. Es herrscht trotz CSS immer noch ein Kulturkampf zwischen designern und Webdesignern. Internet ist nicht in erster Linie schön, sondern funktional.

    Die Zielgruppe würde ich aber doch lieber in Betracht ziehen, statt alles für alle zu machen. Solange ich das so verstehe, wie barrierefreies Web bisher mit Javascript umgegangen ist: Nie darauf vertrauen, nur für die Kuchenglasur verwenden. Sieht gut aus, geht aber auch ohne das.

    @Frameworks: Auch das ist berechtigt. Besser ein paar kurze Zeilen schreiben als Code kopieren/benutzen, der alle Eventualitäten abfängt, die ich nicht benutzen möchte. Auch durchdachte Teile wie YAML schießen für viele Anwendungsfälle über das Ziel hinaus. Und kosten Zeit, wenn man die üppigen CSS-Dateien ausdünnen will. Dann doch lieber zu Fuß.

    Auch wer sich ein CMS beipackt, sollte Hand anlegen. Alles, was mechanisch erstellt oder übernommen wird (z.B. bei TYPO3 neue Extensions durch den Kickstarter, installierte, deren Templates man nicht von der Divitis befreit), ist eine nette Hilfe, um die Sache ans Laufen zu bekommen, aber nichts, was man unkontrolliert verwenden sollte, weil es gerade so praktisch ist.

  3. mike sagt:

    Irgendwie fehlt da das Ende vom Satz bei Deiner Kernaussage 🙂
    Ich finde die übrigens derbst schick.

  4. fwolf sagt:

    ja .. alle daumen hoch 😉
    er hat mir auch wie aus dem herzen gesprochen – nehmen wir nur mal die „agentur für arbeit“-website als ultratripper-beispiel (vom JSP-session-schrott und anti-tab-freundlichkeit mal ganz abgesehen).

    mehr brauch ich wohl nicht zu sagen ..

    cu, w0lf.