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ab dem 1. Dezember!

Web 2.0-Kongress mit Web 0.5-Code

Nicht, daß ich nach miserablem Code suchen würde, er springt mir einfach beim täglichen Surfen ins Gesicht. Wollte ich alles berichten und kommentieren, käme ich nicht zum Arbeiten. Es würde auch allzu schnell langweilig werden. Aber so manche Seite imuss meiner Meinung nach kommentiert werden. Entweder – wie bei den Newsseiten – weil sie mit der Seite Geld verdienen und gerade eine Relaunch hingelegt haben, oder weil es thematisch paßt. Thematisch paßt ein Blick unter die Haube bei der Ankündigung eines Kongresses zum Thema „Web 2.0“. In Mainz wird ein solcher Ende April stattfinden und wirbt derzeit mit einer Webseite für die recht teuren Karten (der Kongress selber kostet 1795 Euro!).

Man sollte annehmen, ein Web 2.0-Kongress hätte auch eine sehr moderne Webseite. Ich würde sogar ein paar optische Javascript-Spielereien erwarten, die so mancher als AJAX mißversteht. Aber weit gefehlt. Lassen wir mal die antiquierte Optik außen vor, übersehen wir einmal die schlecht komprimierten Bilder. Schalten wir einfach mal die Bilder aus. Ups! Und was nun? Wo ist der Inhalt der Seite? Wie soll ich nun erfahren, welche wichtigen Menschen zu mir sprechen wollen? Da hilft es wenig, daß man im wesentlichen auf Layouttabellen verzichtet außer beim Klassiker: wie bekomme ich Boxen nebeneinander. Da behalf man sich unnötigerweise mit einer Tabelle, anstatt Floats zu nehmen. Und wenn eine Tabelle korrekt genutzt wird – wie bei der Programmübersicht – so werden nicht alle sinnvollen Elemente verwendet. Die in diesem Falle sehr sinnvollen Mikroformate werden leider auch nicht genutzt.

Machen wir es kurz: der Web 2.0-Kongress in Mainz hat von einer Agentur eine Seite bekommen, die man freundlich mit Web 0.5 umschreiben kann. Solche Seiten habe ich 1998/1999 auch gemacht. Aber das ist lange Vergangenheit. Die „Profis“ aus Stuttgart haben so ziemlich alles falsch gemnacht, was man nur falsch machen kann. Schade.

21 Responses to “Web 2.0-Kongress mit Web 0.5-Code”

  1. Andreas sagt:

    entäuschend, in der Tat. Der obere Teil der Seite wirkt völlig lustlos zusammengekleistert und das Bild WEB 2.0 Kongress passt so nicht dahin. Auch der Code ist, wie du schon sagtest, eine Katastrophe.

    FOKUS online… was ist das eigentlich für eine Plattform (siehe Auflistung der Referenten)? 😀

  2. Matthias sagt:

    Hmm…

    Failed validation, 24 errors

    No DOCTYPE found! Attempting validation with HTML 4.01 Transitional.

  3. Beate sagt:

    Guck dir doch mal den Quelltext von der Agentur-Seite (powered by Joomla) an, vor allem den nicht-ausgelagerten CSS-Teil – kein Wunder 🙁

  4. Auch aus Designsicht ist diese Konferenz eine absolute Katastrophe und hat mit modernem Websdesign nichts zu tun. Wie kann man nur? da kommt ein Jesse James Garrett angeflogen, der sonst mit Leuten wie Dough Bowmann rumhängt, und muss sich ansehen, was man in Deutschland vermeintlich unter Web2.0 versteht… Tragisch, das. Zusammen mit dem unverschämten Preis ein mehr als doppelter Grund, diese Veranstaltung zu ignorieren.

  5. […] bzw. zur überaus schönen Webseite des Selben hat der Herr Grochtdreis hier schon alles Erhellende gesagt, weil mir aber seine Wortwahl nicht gefällt, hier nochmal die Übersetzung in Kurzform: Der absolute Hammer, Deppen, Der Sohn vom Schwager der Sekretärin ist ein Webdesigner, hirnamputierte Vollidioten, Oh, da ist ja schon meine Baldrianspritze. […]

  6. Greg sagt:

    Irgendwie auch ziemlich von Flickr abgekupfert das ganze. Was die Redner mit Web2.0 zu tun haben, verstehe ich nicht. Da ist doch nicht ein einziges „Web2.0-Unterhnehmen“ dabei. Ok, die oberen 3 sind schon ok, aber was hat der Rest da zu suchen?

  7. Steffen sagt:

    Wie peinlich… mehr kann man dazu nicht sagen.

    Ich meine, ich kaufe mir mein MacBook doch auch nicht beim Bauern am Strassenrand sondern gehe zu einem Fachhändler der weiß was er macht.

  8. Zlomo sagt:

    Wichser 2.0 v.s. Marketing Fuzzies 2.0

  9. xwolf sagt:

    Hm… ich bin ja auf der Suche nach Themen für den Webkongress 2008 – vielleicht sollten wir da mal wieder den Leuten wieder zeigen wie man sowas richtig und ohne reine Abzockabsichten macht?

  10. Da fehlen einem echt die Worte und damit ist nicht nur der Preis für dieses Event gemeint…

  11. […] Jetzt mal abgesehen von diesem ganzen Webzwonullkrams: Auf dem Web-2.0-Kongress in Mainz, desen Website bei Jens Grochtdreis gerade ihr Fett abbekommt, wird am 26.4. Dick Hardt eine Keynote halten. Wer schon immer mal wissen wollte, wie man wirklich furios präsentiert (und welcher Werber will das nicht?) und ohnehin 1.8000 Tacken für den Kongressbesuch auf den Tresen legt, sollte seine persönliche Kaffeepause nicht gerade auf diesen Programmpunkt legen. Ich sag ja nur. […]

  12. Die Seite ist nichts für Fremdschämer. Sehr schön auch, das man sie bei einer einer Auflösung von 1024 X 768 nur mit horizontalen Scrollbalken betrachten kann.
    Da waren wirklich Profis am Werk!

  13. andreas sagt:

    ist ja schon alles gesagt und reihe mich der meinung meiner vorschreiber ein.

    ich habe mir luft gemacht, indem ich eine mail an die verantwortlichen geschrieben habe.

    sollte ich eine antwort darauf erhalten, werde ich sie hier posten.

    andreas

  14. Mb. sagt:

    Hah! Nicht nur der Code ist Web 0.5! Das Design könnte auch nicht unübersichtlicher oder hässlicher. Manche scheinen zu denken dass Web 2.0 = Chaos.

  15. […] Um hier nur kurz den Web 2.0-Kongress mit Web 0.5-Code  und seinem stolzen Eintrittspreis von 1795,00 Euronen zu erwaehnen . […]

  16. razq sagt:

    also bei mir steht genau das gleiche…

    Failed validation, 24 errors

    No DOCTYPE found! Attempting validation with HTML 4.01 Transitional.

    🙁

  17. M. Flyer sagt:

    Also die Webseite hat zu Wünschen übrig wenn dann auch von einem Kongress oder als Thema Web 2.0 erwähnt wird, sollte man eine Standartkonforme Seite aufsetzen. Was kann mann schon erwarten bei so einem Kongress wenn die erste anlaufstelle (Webseite) schon so aussieht.

  18. eSports sagt:

    Die Seite ist nichts für Fremdschämer. Sehr schön auch, das man sie bei einer einer Auflösung von 1024 X 768 nur mit horizontalen Scrollbalken betrachten kann.
    Da waren wirklich Profis am Werk!

  19. CS sagt:

    Guck dir doch mal den Quelltext von der Agentur-Seite (powered by Joomla) an, vor allem den nicht-ausgelagerten CSS-Teil

  20. PeterS sagt:

    Die amerikaner bezeichnen solche Seinen als „CopyCats“. Das sind Kopien von existierenden Web2.0 Projekten, die im Strom mitschwimmen – aber auch noch schlecht umgesetzt sind.